Telefon: 0351 / 8894220
Praxis Dr. Jenke
  • Home
  • Unsere Praxis
    • Ihre Behandlung
    • Team
    • Service
    • Diagnostik
    • Schwerpunkte
    • Anleitungen
  • News
  • Karriere
    • Ausbildung
    • Studium und Weiterbildung
    • Karriere als MFA
    • Bewerbung
  • Kontakt
  • Termin buchen
  • Menü Menü
  • Mitteilungen
  • Medizin
  • Gesundheitspolitik
Empfangstresen in deiner Praxis mit Hinweisschild.

Milliardenkürzungen bei Arztpraxen: Was jetzt auf Patientinnen und Patienten zukommt

10. Juli 2026/in Gesundheitspolitik/von Andreas Jenke

Der Bundestag hat das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD beschlossen – trotz deutlicher Warnungen von Arztpraxen, Krankenhäusern und zahlreichen Berufsverbänden. Ziel der Bundesregierung ist es, die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung möglichst stabil zu halten.
Doch der Preis dafür ist hoch. Ab dem kommenden Jahr soll ausgerechnet dort kräftig gespart werden, wo die meisten Patientinnen und Patienten versorgt werden: in Hausarztpraxen, Facharztpraxen, Psychotherapiepraxen und spezialisierten Schwerpunktpraxen.

Worum geht es?

In der ambulanten Versorgung sollen ab dem kommenden Jahr Milliardenbeträge eingespart werden. Die Zahl kranker Menschen wird durch das Gesetz jedoch nicht sinken. Auch der Bedarf an Untersuchungen, Behandlungen, Impfungen, Vorsorge und Prävention wird nicht kleiner. Künftig steht aber weniger Geld für diese Leistungen zur Verfügung.

Die Folge ist einfach: Wenn weniger Geld für Arztpraxen zur Verfügung steht, können auch nur weniger Termine angeboten werden. Nach Berechnungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung drohen bereits im kommenden Jahr fast acht Prozent der ambulanten Behandlungen wegzufallen. Das entspricht rund 46 Millionen Behandlungsfällen.

Was kommt auf Patientinnen und Patienten zu?

Die Auswirkungen werden voraussichtlich ab dem kommenden Jahr spürbar:

  • längere Wartezeiten auf Termine,
  • weniger kurzfristige Behandlungsmöglichkeiten,
  • eine schwierigere Aufnahme neuer Patientinnen und Patienten,
  • weniger Zeit in den Praxen,
  • mögliche Einschränkungen bei Vorsorge und Prävention,
  • noch stärker belastete Praxisteams.

Besonders schwer wiegt: Auch Leistungen, die bisher ohne feste Mengenbegrenzung bezahlt wurden, sollen künftig gedeckelt werden. Dazu gehören wichtige Bereiche wie Vorsorge, Früherkennung und Impfungen.

Besonders gefährlich: Sparen bei Prävention

Wer bei Vorsorge und Prävention spart, spart am falschen Ende. Impfungen verhindern Erkrankungen. Früherkennung kann schwere Verläufe vermeiden. HIV-Prävention schützt vor Neuinfektionen. Wer heute bei diesen Leistungen kürzt, riskiert morgen höhere Kosten und mehr Erkrankungen.

Gespart wird ausgerechnet bei den Praxen

Der größte Teil der medizinischen Versorgung findet in Deutschland ambulant statt. Insgesamt entfallen 97 Prozent aller Behandlungsfälle auf diesen Bereich. Gleichzeitig verursacht die ambulante ärztliche Versorgung nur 15,3 Prozent der GKV-Ausgaben. Kaum ein anderer Bereich versorgt so viele Menschen mit einem so kleinen Anteil der Mittel.

Jeden Tag kümmern sich Haus- und Facharztpraxen um Millionen Patientinnen und Patienten – und das vergleichsweise kostengünstig. Dennoch sollen ausgerechnet sie einen erheblichen Teil der Einsparungen tragen. Viele Praxen arbeiten bereits heute personell und wirtschaftlich an ihrer Belastungsgrenze. Weitere Kürzungen können dazu führen, dass notwendige Investitionen ausbleiben, weniger Personal eingestellt wird oder einzelne Praxen dauerhaft schließen müssen.

Wer trägt die Verantwortung?

Stabile Krankenkassenbeiträge sind ein verständliches Ziel. Ehrlich wäre es jedoch, den Versicherten auch zu sagen, welche Folgen die beschlossenen Kürzungen haben. Die Politik erwartet weiterhin, dass Arztpraxen alle bisherigen Leistungen anbieten. Gleichzeitig stellt sie dafür weniger Geld zur Verfügung. Hinzu kommt, dass der medizinische Bedarf einer älter werdenden Bevölkerung weiter steigt. Das kann auf Dauer nicht funktionieren.

Wenn weniger Geld für die ambulante Versorgung bereitsteht, muss auch das Angebot reduziert werden. Diese Entwicklung ist keine Entscheidung der Arztpraxen. Sie ist die Folge einer politischen Entscheidung. Wer mehr Versorgung braucht, dafür aber weniger Mittel bereitstellt, nimmt eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung bewusst in Kauf.

Was jetzt bleibt

Das Gesetz ist beschlossen. Grundlegende Korrekturen sind derzeit nicht absehbar. In der ambulanten Versorgung sollen die Einsparungen in den kommenden Jahren sogar noch zunehmen. Die Folgen werden deshalb nicht nur vorübergehend sein. Weniger finanzierte Versorgung bedeutet auf Dauer weniger Termine, längere Wartezeiten und einen noch größeren Druck auf Arztpraxen und ihre Teams.

Wir möchten unseren Patientinnen und Patienten nichts vormachen: Wir können politische Kürzungen nicht ausgleichen, indem wir dauerhaft immer mehr Leistungen mit immer weniger Mitteln erbringen. Wir werden weiterhin medizinisch notwendige Behandlungen so zuverlässig wie möglich sicherstellen und nach Dringlichkeit priorisieren. Gleichzeitig werden wir offen darüber informieren, wenn sich Wartezeiten verlängern, Angebote eingeschränkt werden oder bestimmte Leistungen nicht mehr im bisherigen Umfang möglich sind.

Die Verantwortung dafür liegt nicht bei den Patientinnen und Patienten und nicht bei den Praxisteams. Sie liegt bei den politischen Entscheidungsträgern, die diese Einsparungen beschlossen haben.

Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Auf WhatsApp teilen
  • Per E-Mail teilen
https://dr.jenke.online/wp-content/uploads/2026/07/GKV-Spargesetz_keine_Termine_Arztpraxis.jpg 1024 1536 Andreas Jenke https://dr.jenke.online/wp-content/uploads/2018/01/Logo-News-2.png Andreas Jenke2026-07-10 17:00:462026-07-11 12:30:42Milliardenkürzungen bei Arztpraxen: Was jetzt auf Patientinnen und Patienten zukommt
Das könnte Sie auch interessieren
Warnsignale einer Herzschwäche rechtzeitig erkennen
Die Grippewelle 2018: Zum Jahresbeginn noch moderater Verlauf
Neuer Ansatz: Grippe mit Kaugummi oder Lutscher erkennen
Sommerleiden Blasenentzündung: Erstmal ohne Antibiotikum behandeln
Impfung gegen Covid-19: Termine online buchen
Erneut deutlich weniger Darmkrebs-Operationen in der Omikron-Welle
Kategorien
  • Mitteilungen (23)
    • Veranstaltungen (1)
  • Medizin (34)
    • Infektiologie (17)
    • Allgemeinmedizin (22)
  • Gesundheitspolitik (18)
  • Servicezeiten (1)
Letzte Nachrichten
  • Empfangstresen in deiner Praxis mit Hinweisschild.
    Milliardenkürzungen bei Arztpraxen: Was jetzt auf Patientinnen und Patienten zukommt10. Juli 2026
  • Wyss Zurich
    Neue Haut gibt Brandopfern Hoffnung16. Januar 2026
  • Elektronische Patientenakte (ePA) – was Sie wissen sollten3. Oktober 2025
  • Neuer Ansatz: Grippe mit Kaugummi oder Lutscher erkennen2. Oktober 2025
  • Droht das Ende von Pflegegrad 1? Was das für Menschen mit Demenz bedeuten würde1. Oktober 2025
Stellenangebote
  • Fachärztin / Facharzt für Allgemeinmedizin oder Innere Medizin (m/w/d)18. Juni 2026
  • Ärztin / Arzt in Weiterbildung (m/w/d)16. Juni 2026
  • Assistenz der Praxisleitung (m/w/d)7. Februar 2026
Stellenangebote

Aktuell keine Stellenangebote

Derzeit sind keine offenen Stellen veröffentlicht. Informationen über die Arbeit und Entwicklungsmöglichkeiten in unserer Praxis finden Sie auf unseren Karriereseiten.

Mehr über unsere Praxis erfahren

Archiv
Seiten
  • Karriere
    • Ausbildung
    • Karriere als MFA
    • Studium und Weiterbildung
    • Bewerbung
  • Termin buchen
  • Home
  • Unsere Praxis
    • Ihre Behandlung
    • Team
    • Schwerpunkte
    • Diagnostik
    • Anleitungen
  • News
  • Kontakt
Links
  • Sächsische Vereinigung für Infektionsmedizin e.V.
  • dagnä – Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e. V.
  • AIDS-Hilfe Dresden
  • HIV&more
  • Robert Koch Institut

Spektrum

Hausärztliche Versorgung
Schwerpunkt HIV / AIDS
HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP)
Sexuell übertragbare Erkrankungen

Praxis Dr. Jenke

Königsbrücker Str. 76
01099 Dresden

Tel 0351 / 8894220
Fax 0351 / 8894221

Sprechzeiten

Mo-Fr: 8:00-14:00

Zusätzlich viele Termine nach Vereinbarung auch außerhalb der Sprechzeiten bis 20 Uhr

© Copyright - DrJ/Kriesi
  • Link zu Mail
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Link to: Droht das Ende von Pflegegrad 1? Was das für Menschen mit Demenz bedeuten würde Link to: Droht das Ende von Pflegegrad 1? Was das für Menschen mit Demenz bedeuten würde Droht das Ende von Pflegegrad 1? Was das für Menschen mit Demenz bedeuten ...
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Diese Website verwendet Cookies. Bitte stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

OKMehr erfahren

Cookie- und Privatsphäre-Einstellungen



Wie wir Cookies nutzen

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Dabei beschränken wir uns auf technisch notwendige Cookies.

Um mehr über unsere Cookies und Dienste zu erfahren, klicken Sie bitte auf die einzelnen Kapitelüberschriften. Hier können Sie auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie aber bitte, dass das Blockieren von Cookies Auswirkungen auf die Darstellung unserer Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.

Technisch notwendige Cookies

Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Website verfügbaren Dienste zur Verfügung zu stellen und einige ihrer Funktionen zu nutzen. Die erhobenen Nutzerdaten werden nicht zur Erstellung von Nutzerprofilen verwendet.

Da technisch notwendige Cookies zur Bereitstellung der Website unbedingt erforderlich sind, können Sie sie nicht ablehnen, ohne die Funktionsweise unserer Website zu beeinträchtigen. Sie können sie blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Website erzwingen.

Andere externe Dienste

Wir verwenden einen externen Dienst zur Terminvereinbarung. Da dieser Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten wie Ihre IP-Adresse sammelt, können Sie diese hier blockieren. Bitte beachten Sie aber, dass dies die Funktionalität und das Erscheinungsbild unserer Website stark beeinträchtigen kann. Die Änderungen werden wirksam, sobald Sie die Seite neu laden.

Onlineservice zur Terminvereinbarung:

Datenschutzerklärung

Sie können unsere Cookies- und Datenschutzeinstellungen im Detail in unserer Datenschutzerklärung nachlesen.

Einstellungen akzeptierenCookies ablehnen