Aktuelle Informationen zum neuen Coronavirus

Die Zahl an gemeldeten Infektionen mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) nimmt in Deutschland deutlich zu. Auch in Sachsen steigen die Fallzahlen weiter an. Insgesamt schätzt das Robert-Koch-Institut (RKI) die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung deshalb als hoch ein. Für Risikogruppen besteht nach Beurteilung des RKI sogar eine sehr hohe Gesundheitsgefahr. Mit zunehmendem Lebensalter steigt demnach das Risiko für einen schweren Verlauf an. Personen mit Vorerkrankungen sind ebenfalls besonders gefährdet.

Mit einer zunehmenden Anzahl von Infektionen erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass man bei Auftreten von Husten, Fieber oder Schnupfen tatsächlich an einer Infektion mit dem neuen Coronavirus leidet.

Momentan verfolgen die Gesundheitsbehörden weiterhin das Ziel, eine weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Kontakte zu anderen Personen sollen deshalb auf das Notwendigste reduziert werden.

Bei Erkältungsbeschwerden telefonisch anmelden

Dies wirkt sich auch auf unsere Praxis aus. So sollten wir nicht unbedingt notwendige Untersuchungen auf später verschieben. Patienten mit Erkältungsbeschwerden oder Fieber möchten wir zudem getrennt von anderen Patienten behandelt.

Wenn Sie also Husten, Fieber, Schnupfen oder andere Erkältungsbeschwerden haben, melden Sie sich bitte unbedingt vor einem Praxisbesuch telefonisch bei uns. Wir stimmen dann das weitere Vorgehen mit Ihnen ab.

Bitte kommen Sie nicht direkt in unsere Praxis.

Falls Sie an einer Erkältung leiden und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung benötigen, müssen Sie dazu auch nicht unbedingt in die Praxis kommen. Bescheinigungen bis zu zwei Wochen können wir für Patienten unserer Praxis ab sofort unbürokratisch am Telefon ausstellen. Alternativ können Sie auch gern unser Kontaktformular nutzen.

Hatten Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer Person, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, haben aber selbst keine Beschwerden? Dann melden Sie sich bitte beim Gesundheitsamt.

Wir bitten Sie um Verständnis für diese Maßnahmen. Sollte sich die allgemeine Lage ändern, sind womöglich weitere Maßnahmen erforderlich. Wir werden auf dieser Seite darüber berichten und empfehlen Ihnen, sich vor einem Praxisbesuch hier zu informieren.

Abstand im Wartebereich

Die allgemeine Empfehlung lautet, einen Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Wir haben deshalb unserem Wartebereich angepasst. Leider stehen dadurch weniger Sitzplätze zur Verfügung. Wir entschuldigen uns für die Einschränkungen.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen verspätet

Seit dem 09.03.2020 können Bescheinigungen der Arbeitsunfähigkeit per Post zugestellt werden. Nach Angaben des Postdienstes kommt es aktuell vereinzelt zu einer verspäteten Zustellung von Briefen. Leider haben wir keinen Einfluss auf die Versanddauer. Sollte es vermehrt zu Problemen kommen, werden wir nach einer Alternative suchen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verzögerung der Testergebnisse verhindern

Der Bedarf an Untersuchungen auf das neue Coronavirus steigt rasant an. Das führt zu einer hohen Belastung der Labore. Zudem fehlt auch häufig der Nachschub von dringend benötigten Materialien. Damit übersteigt der Bedarf die derzeit vorhandenen Möglichkeiten. Unsere Proben werden je nach vorhandener Kapazität auf verschiedene Labore verteilt. Dennoch kommt es manchmal zu einem Stau. Die Testergebnisse treffen dann nur sehr verzögert ein. Um dies zu verhindern, müssen wir die Anzahl der Tests an die verfügbaren Kapazitäten anpassen. Wir werden deshalb vor allem dringend notwendige Untersuchungen durchführen.

Vorübergehende Einschränkungen bei der Terminvergabe

Wir alle erleben gerade tiefe Einschnitte in unser tägliches Leben. Diese Maßnahmen haben das Ziel, die Ausbreitung des neuen Coronavirus wirksam zu verzögern. Nur so wird es in den kommenden Wochen gelingen, alle Patienten in unserem Land weiterhin gut medizinisch zu versorgen.

Auch unsere Praxis hat in den letzten Tagen vieles umgestellt, um bestmöglich auf die aktuelle Lage zu reagieren. Für die nächste Zeit rechnen wir aber mit weiteren zusätzlichen Maßnahmen und Veränderungen im Praxisablauf. Das Robert-Koch-Institut hat dazu Empfehlungen ausgesprochen und unterschiedliche Konzepte vorgestellt. Leider wissen wir zurzeit nicht, welchen Kurs die Behörden in Dresden einschlagen werden. Um auf alle Möglichkeiten vorbereitet zu sein, müssen wir deshalb die Neuvergabe von Terminen am Nachmittag oder Abend vorübergehend begrenzen. Alle bereits vereinbarten Termine sind aber weiter gültig. Termine in der Zeit von 8 bis 14 Uhr können weiterhin über unseren Onlineservice gebucht werden. Nachmittagstermine können derzeit nur kurzfristig für eine Woche im Voraus gebucht werden.

Telefonkapazitäten weiter ausgebaut

In den letzten Tagen ist es zu einem sprunghaften Anstieg von telefonischen Anfragen an unsere Praxis gekommen. An manchen Tagen verzeichnen wir bis zu 700 Anrufe. Um zu gewährleisten, dass alle dringenden Anrufe auch von unserer Telefonanlage erfasst werden, haben wir nochmals zusätzliche Leitungen geschaltet. Dringende Anrufe, die wir nicht sofort entgegen nehmen können, rufen wir im Laufe des Tages zurück. Dies ist aufgrund der großen Anzahl nur durch enorme Kraftanstrengungen des gesamten Teams unserer Praxis möglich. Unsere Telefonanlage ist täglich während unserer Sprechzeit von 8 – 14 Uhr geschaltet. Darüberhinaus versuchen wir, wann immer es möglich ist, auch nach der Sprechstunde Anrufe entgegen zu nehmen.

Bitte beachten Sie auch unsere aktuellen Servicezeiten für die Abholung von Unterlagen.

Was ist das neue Coronavirus (SARS-CoV-2)?

Coronaviren sind eine große Familie von RNA-Viren, die sowohl beim Mensch als auch bei Tieren Erkrankungen auslösen können. So sind sie zum Beispiel für einen großen Teil unserer Erkältungen verantwortlich. Einige Vertreter können allerdings auch schwere Atemwegserkrankungen auslösen. In der Vergangenheit war dies der Fall, wenn Coronaviren von Tieren auf den Menschen übertragen wurden. Solche Sprünge von einer Art zur anderen kommen trotz der ständigen genetischen Veränderungen der Coronaviren nur selten davor. Da in diesen Fällen das menschliche Immunsystem aber nicht an das neuartige Virus gewöhnt ist, kann es teilweise zu schweren Verlaufsformen kommen.

Im Dezember 2019 fielen in China erstmals Atemwegserkrankungen durch ein neuartiges Coronavirus auf. Inzwischen verzeichnen auch viele andere Länder Infektionen mit SARS-CoV-2. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist offenbar bereits vor Beginn der Beschwerden möglich. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis vierzehn Tagen kann es zu grippeähnlichen Symptomen mit Fieber, Husten oder Durchfall kommen. Häufig sind die Beschwerden so gering, dass die Infektion gar nicht bemerkt wird. Bei einem Teil der Patienten entwickelt sich allerdings eine schwere Lungenentzündung. Auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor.

Die meisten der in Deutschland erkrankten Personen hatten bislang nur milde Beschwerden. Am häufigsten kam es zu Husten, Fieber und Schnupfen. In einigen Fällen entwickelte sich eine Lungenentzündung. Die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Personen mit Vorerkrankungen haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Leider sind inzwischen auch Todesfälle zu beklagen.

Wie kann ich mich schützen?

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen helfen sowohl vor der Ansteckung mit Grippeviren als auch vor dem SARS-CoV-2-Virus. Häufiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife oder eine Händereinigung mit einem alkoholischen Gel sind sinnvolle Maßnahmen. “Korrektes” Husten oder Niesen kann das Risiko einer Übertragung von Viren auf Mitmenschen reduzieren. Halten Sie dazu ein Taschentuch vor Mund und Nase und entsorgen Sie es danach  im Abfalleimer. Haben Sie kein Taschentuch zur Hand husten oder niesen Sie am besten in den oberen Teil des Ärmels. So verhindern sie eine Benetzung Ihrer Handfläche.  Halten Sie Abstand von erkennbar erkrankten Personen.

Demgegenüber ist das Tragen von Schutzmasken zurzeit nicht sinnvoll.

Reisen

Von allen nicht notwendigen Auslandsreisen rät das Auswärtige Amt derzeit ab.